• Betriebliche Fehltage aufgrund von Burnout seit 2014 um 1.400 Prozent gestiegen

    Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat die Angaben der großen gesetzlichen Krankenkassen zu Arbeitsunfähigkeit (AU),
    psychischen Erkrankungen und Burnout ausgewertet.

    Dabei zeigt sich, dass die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund eines Burnout (Z73 im ICD-10-GM) seit 2004 um 700 Prozent, die Anzahl der betrieblichen Fehltage sogar um fast 1.400 Prozent gestiegen ist. Diese Zunahme fällt damit deutlich größer aus als die Zunahme von betrieblichen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen.

    2011 entfielen nach Angaben von Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK), Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) und Betriebskrankenkasse (Bund) (BKK) 0,4 Krankschreibungen und 9,1 Tage pro 100 Versicherte auf die Kodierung Burnout (Z73) im ICD-10-GM. 2004 waren es noch 0,05 Krankschreibungen und 0,67 Fehltage pro 100 Versicherte.

    Der enorme Anstieg der Krankschreibungen aufgrund von Burnout begann jedoch von einer niedrigen Basis.

    Auch heute ist Burnout im Vergleich zur Gesamtheit der psychischen Erkrankungen selten. 2011 fehlten 100 Versicherte mehr als 200 Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen an ihrem Arbeitsplatz. Im Vergleich zu psychischen Erkrankungen machen die Ausfälle aufgrund von Burnout also nur 4,5 Prozent der Fehltage aus. Depressionen oder Anpassungsstörungen sind jeweils erheblich häufiger die Ursache einer Krankschreibung als Burnout

    Lesen Sie mehr in der
    BPtK Studie “Arbeitsunfähigkeit und psychische Erkrankungen 2012“

    Comments are closed.